Uta Ruge

Moshé Feldenkrais (1904-1984)

Moshé Feldenkrais
1904  Geburt in Slawuta (Ukraine)
1918 Auswanderung nach Palästina
1919 schließt sich M. F. als einziger aus seiner Familie einer Gruppe von Auswanderern nach Palästina an. Dort Arbeit in Straßenbau und Landvermessung, Unterricht in Jiu-Jitsu, unterrichtet mit unorthodoxen Methoden lernschwache oder verhaltensgestörte Kinder.
1927 Abitur am Herzl Gymnasium in Tel Aviv; Handbuch über Jiu-Jitsu und Selbstverteidigung (1931: Ju Jitsu and Self Defense – in hebr. Sprache), Mitbegründung der jüdischen Untergrundarmee, die gegen die Briten kämpft; Flucht nach Paris, dort Studium der Mechanik und Elektrotechnik, wird Ingenieur; Studium der Physik
1933 - 1940 Arbeit in einem Versuchslabor für Nuklearforschung bei den späteren Nobelpreisträgern (1935 für Chemie) Frederic Joliot und Irene Joliot-Curie; Bücher (in frz. Sprache) ,Die Verteidigung des Schwachen gegen den Aggressor’ und ‚ABC des Judo’; zw. 1932 und 1940 werden drei Patente auf seinen Namen in Paris registriert (u.a. eine technische Verbesserung zur elektrischen Sterilisierung von Luft); Heirat mit einer Kinderärztin, frühe Trennung.
1940 Flucht nach England,
1940 - 1946 in Schottland als Angestellter der britischen Admiralität und Teil einer geheimen Kolonie von Wissenschaftlern (Radartechnik, U-Boote).
1942 Buch: The core Technique for Practical unarmed Combat (Selbstverteidigung für brit. Soldaten)
1948 Buch: Higher Judo
1949 aus seinen Vorträgen für Wissenschaftskollegen entsteht das Buch: Body and Mature Bahaviour (dtsch: Der Weg zum reifen Selbst – Phänomene menschlichen Verhaltens; herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Robert Schleip, Paderborn 1994)
1949 Rückkehr nach Palästina bzw. in den neu gegründeten Staat Israel; Leitung der Elektronikabteilung des Verteidigungsministeriums
1952 Von jetzt an widmet sich M. F. ausschließlich der Praxis, Lehre und Verfeinerung seiner Methode; er unterrichtet an der Universität von Tel Aviv, hält Vorträge in Europa und den USA.
1968 Er bildet seine israelischen AssistentInnen in der ‚Feldenkrais-Methode’ aus; das erste Buch, in dem er seine Methode mit Anleitungen vorstellt, erscheint: „Der aufrechte Gang“ (Frankfurt 1968), heute: „Bewusstheit durch Bewegung“.
1971 öffentlicher Workshop in Deutschland (Freiburg i.Br.)
1975 - 1977 leitet er eine Ausbildungsgruppe in San Francisco, Kalifornien
1977 Buch: The Case of Nora (dtsch.: Abenteuer im Dschungel des Gehirns, Frankfurt 1981)
1980 M. F. beginnt, eine Gruppe von 250 Studenten in Amherst, Massachusetts zu unterrichten.
1981 Hirnschlag
1981 Buch The Elusive Obvious (dtsch: Die Entdeckung des Selbstverständlichen, Frankfurt 1985)
1984 M. F. stirbt in Tel Aviv.
1984 posthum: The Master Moves (dtsch.: Die Feldenkrais-Methode in Aktion, Paderborn 1993)
1985 posthum: The Potent Self. A Guide to Spontaneity (dtsch.: Das starke Selbst – Anleitung zur Spontaneität, Frankfurt 1989)

Moshé Feldenkrais

mehrMehr zu Moshé Feldenkrais