Uta Ruge
[English]

Bio

Uta Ruge

Auf Rügen geboren, aufgewachsen in einem kleinen Dorf nahe der Elbmündung; kindliche Betätigungen: Melken und Trecker fahren, außerdem Lesen – und Zuhören, wenn die Alten erzählen. Familienbedingte Sehnsucht nach Meer.

Studium von Germanistik und Politik (Marburg und Berlin), nach dem Staatsexamen Mitarbeit in linksalternativen Projekten (Rotbuch Verlag, Taz).

1985 Aufbruch zu neuen Ufern. Ich ging nach London und arbeitete von dort aus dreizehn Jahre als freie Mitarbeiterin deutscher Rundfunkanstalten (vor allem WDR, SFB, NDR, Deutschlandfunk) beziehungsweise Zeitungen (Taz, FR, Wochenpost, Basler Zeitung).
Meine Themen waren in dieser Zeit der Nationalsozialismus und seine Folgen. Ich interviewte viele Flüchtlinge und Emigranten, schrieb Sendungen und Reportagen über Menschen im Exil, an Grenzen und zwischen den Stühlen. Und mich interessierten die großen politischen und kulturellen Unterschiede zwischen Großbritannien und „dem Kontinent“. Nach dem Fall der Mauer reiste ich vermehrt auch nach Osteuropa – und nach Rügen. 2003 veröffentlichte ich Windland – eine deutsche Familie auf Rügen.

Das Thema Zensur kam in den Blick durch die in London beheimatete, internationale Zeitschrift Index on Censorship, an der ich von 1988 bis 1998 mitgearbeitete. Für die regelmäßige Publikation in der Taz wählte ich Texte aus und übersetzte sie; die besten Texte aus zehn Jahren erschienen 1998 unter dem Titel: Die Landkarte der Zensur. Von 1999 bis 2004 führte die Frankfurter Rundschau das Projekt weiter.

Nach der Ausbildung zur Feldenkrais-Lehrerin (in Lewes, Südengland) kehrte ich Ende 1998 nach Berlin zurück.


Seither bin ich Mitglied im Feldenkrais-Verband Deutschland e.V. ([ext_link]FVD www.feldkreis.de); von 2000 bis 2004 arbeitete ich im Vorstand mit, zwei Jahre als Vorsitzende.


Von 2003 bis 2012 verantwortete ich die Redaktion des „Feldenkraisforum“ und entwickelte 2005 zusammen mit Sylvia Weise ([ext_link]www.sylviaweise.de) eine Schreib- und Lernwerkstatt; 2004 gaben wir einen Band mit Fallgeschichten heraus unter dem Titel „Zuerst bin ich im Kopf gegangen“.


Stand- und Spielbein wechselnd arbeite ich weiterhin als Feldenkrais-Lehrerin, Autorin, Übersetzerin, und Lektorin – interessiert an allem, was die Lust an Aufmerksamkeit und Genauigkeit schult und pflegt.