Erster Schultag in Neubachenbruch
Erster Schultag in Neubachenbruch

Uta Ruge, Biografisches

Auf Rügen geboren, aufgewachsen in Neubachenbruch, einem kleinen Dorf nahe der Elbmündung. Studium der Germanistik und Politik in Marburg und Berlin, nach dem Staatsexamen Mitarbeit in linksalternativen Projekten (Rotbuch Verlag, Taz).

 


1985 Umzug nach London, dreizehn Jahre freie Mitarbeiterin in deutschen Rundfunkanstalten (vor allem WDR, SFB, NDR, Deutschlandfunk) beziehungsweise Zeitungen (Taz, FR, Wochenpost, Basler Zeitung).


Für die regelmäßige Publikation in der Taz wählte ich aus der in London erscheinenden, internationalen Zeitschrift Index on Censoship Texte aus und übersetzte sie (von 1999 bis 2004 führte die Frankfurter Rundschau das Projekt weiter); die besten Texte aus zehn Jahren erschienen 1998 als Buch unter dem Titel Die Landkarte der Zensur (Christoph Links Verlag, Berlin).


In London interviewte ich viele Geflüchtete und Emigrant:innen, nicht nur aus Deutschland, schrieb Sendungen und Reportagen über Menschen im Exil und an Grenzen – etwa zwischen Nordirland und der Republik Irland, über Jüdisch-Sein in Polen und Weiß-Sein in Südafrika.


Ich schrieb außerdem über die großen politischen und kulturellen Unterschiede zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent, die lange vor dem Brexit überdeutlich waren.


Nach dem Fall der Mauer reiste ich mehr nach Osteuropa – und an meinen Geburtsort Wiek auf Rügen, daraus entstand 2003 Windland – eine deutsche Familie auf Rügen (Kindler, Berlin).


Weil ich durch die Feldenkraisarbeit endlich keine Rückenschmerzen mehr hatte und mich die Methode faszinierte, machte ich von 1995 bis 1999 die Ausbildung zur Feldenkrais-Lehrerin in Südengland. Ende 1998 ging ich nach Berlin zurück. Von 2000 bis 2004 arbeitete ich im Vorstand des Feldenkrais-Verbandes, Deutschland. Viele Jahre war ich verantwortliche Redakteurin der Mitgliederzeitschrift Feldenkraisforum und übersetzte viele Hundert Feldenkraislektionen, dazu schrieb und übersetzte ich einige Aufsätze zum somatischen Lernen. 2004 gab ich zusammen mit einer Kollegin, Sylvia Weise einen Band mit Fallgeschichten heraus: Zuerst bin ich im Kopf gegangen (von Loeper, Karlsruhe).


Seit 2014 übernahm ich zahllose Lektorate, insbesondere für den oekom Verlag, München.


Nach gut vier Jahren Arbeit erschien im August 2020  Bauern, Land. Die Geschichte meines Dorfes im Weltzusammenhang (Verlag Antje Kunstmann, München).


Vergnügt Stand- und Spielbein wechselnd, arbeite ich weiterhin in Berlin als Autorin, Feldenkrais-Lehrerin und Lektorin.